Sparta Prag

|
| ||
|
| ||
|
Voller Name |
Athletic Club Sparta Praha fotbal, a. s. |
|
|
Gegründet |
| |
|
Vereinsfarben |
Blau-Gelb-Rot |
|
|
Stadion |
| |
|
Plätze |
20.374 Sitzplätze |
|
|
Präsident |
| |
|
Trainer |
| |
|
Homepage |
| |
|
Liga |
| |
|
2010/2011 |
2. Platz |
|
|
|
| |
Sparta Prag (offiziell: Athletic Club Sparta Praha fotbal a.s.) ist ein tschechischerFußballverein aus der Landeshauptstadt Prag. Sparta Prag ist der älteste und zugleich einer der bekanntesten und populärsten tschechischen Fußballvereine.
Zusammen mit seinem größten Rivalen Slavia Prag gehörte Sparta bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zur beinahe unbezwingbaren Spitze im tschechoslowakischen Fußball und zählte auch im europäischen Fußball zu den besten Klubs. Sparta Prag stieg in der Vereinsgeschichte nur 1975 aus der 1. Liga ab. 1976 folgte der Wiederaufstieg.
|
|
Vereinsgeschichte
Gründung
Der Verein wurde am 16. November 1893 als AC Královské Vinohrady gegründet, als eine Gruppe unzufriedener Sportler den zwei Jahre zuvor entstandenen Sportklub AC Prag verließ, um einen eigenen Verein zu gründen. Dieser Verein widmete sich zunächst dem Eislaufsport, jedoch entstand schon bald darauf eine eigene Fußballabteilung. Sparta ist damit der älteste tschechische Fußballverein, jedoch nicht der älteste Fußballverein auf dem heutigen Gebiet der Tschechischen Republik. Schon 1891 wurde der deutsche Eis- und Ruderclub Regatta Prag gegründet, welcher ebenfalls eine Fußballabteilung hatte (später DFC Prag).
Vor dem Ersten Weltkrieg
Mannschaft des AC Sparta Prag im Jahr 1896
Der wichtigste Wettbewerb in Böhmen und Mähren vor dem Ersten Weltkrieg war der so genannte Charity Cup, der von 1906 bis 1916 regelmäßig ausgetragen wurde. Der AC Sparta konnte dieses Turnier 1909 und 1915 gewinnen. 1912 und 1913 wurde zudem eine Meisterschaft vom Tschechischen Fußballverband ČSF organisiert, die Sparta 1912 durch ein 1:1 und 4:0 im Finale gegen den AFK Kolín gewinnen konnte.
Während der Ersten Republik
In den 1920er Jahren gehörte Sparta sowohl im tschechoslowakischen, als auch im europäischen Fußball zur Spitze. Zwischen 1919 und 1925 verlor die Mannschaft in 58 Spielen ein einziges Mal (0:1 gegen Viktoria Žižkov) und wurde deswegen "Železná Sparta" (Eiserne Sparta) genannt. Als 1925 zum ersten Mal eine Meisterschaft mittels eines Ligasystems ausgespielt wurde, belegte Sparta punktegleich hinter dem ewigen Rivalen Slavia nur den zweiten Platz. Den Titel sicherte sich die Mannschaft 1926 und 1927. Nach weniger erfolgreichen Jahren gewann Sparta erst 1932 den Titel, konnte ihn aber nicht verteidigen und musste auch die nächsten drei Jahre den Titelgewinn Slavia überlassen. 1936, 1938 und 1939 sicherte sich Sparta den Titel vor Slavia.
Protektorat Böhmen und Mähren
Auch zu Zeiten des Protektorats gehörte Sparta mit Ausnahme der Saison 1941/42 zur Spitze des tschechischen Fußballs, musste allerdings bis auf das Spieljahr 1943/44, als man selbst Meister wurde, den Titel Slavia Prag überlassen. 1942 unterlag Sparta zu Hause Slavia mit 1:8 und schaffte nur mit Mühe den Klassenerhalt. 1943/44 sicherte sich Sparta souverän den Meistertitel, als man in 26 Spielen nur 4 Unentschieden hinnehmen musste.
Nach dem Zweiten Weltkrieg
In den ersten Jahren der neuen Republik spielte Sparta stets um die Meisterschaft mit, die der Klub 1946, 1948, 1952 und 1954 gewinnen konnte. In der Folge bestimmte Dukla Prag das Geschehen, Sparta geriet Ende der 1950er in eine Krise. 1959 wurde der Klub Zehnter in der 14-Liga mit nur drei Punkten vor dem Letzten Spartak Ústí nad Labem. 1960 rettete sich die Mannschaft erst am vorletzten Spieltag. An die Spitze kehrte Sparta 1965 zurück, 1964 hatte man den tschechoslowakischen Pokal gewonnen. Ein weiterer Titelgewinn folgte 1967.
Die Krise in den 1970ern
Anfang der 1970er war Sparta in der 1. Liga nur Mittelmaß. Die Saison 1974/75 zählt zu den traurigsten Kapitel des Vereins. Als Vorletzter stieg die Mannschaft in die 2. Liga ab. 1975/76 gelang der Wiederaufstieg. In den nächsten zwei Jahren kämpfte die Mannschaft erfolgreich gegen den Abstieg. Auch danach kam Sparta nicht über Mittelfeldplatzierungen hinaus.
Goldene Ära in den 1980ern
Dies änderte sich erst 1983/84 unter Trainer Václav Ježek. In dieser Saison gelang mit dem Gewinn des Tschechoslowakischen Pokals das Double. Zu den Erfolgsgaranten zählten Spieler wie Stanislav Griga, Jan Berger oder Jozef Chovanec. Sparta sicherte sich bis zur Auflösung der Tschechoslowakei bis auf zwei Ausnahmen 1986 und 1992 jedes Jahr den Titel. 1991/92 schaffte es Sparta in der neu gegründeten UEFA Champions League bis in die Halbfinalgruppe. Dort schlug die Elf zuhause den FC Barcelona mit 1:0, Dynamo Kiew mit 2:1, gegen Benfica Lissabon reichte es nur zu einem 1:1. Am Ende erreichte Sparta mit sechs Punkten den zweiten Platz.
1993 bis Heute
Sparta Prag dominierte die nach der Trennung der Tschechoslowakei entstandene tschechische Liga. Nur sechs Mal gewann eine andere Mannschaft die Meisterschaft. 1996 wurde Sparta mit 21 Punkten Rückstand auf seinen größten Rivalen Slavia Prag nur Vierter. 2002 landete das Team hinter Slovan Liberec auf dem zweiten Platz, 2004 wurde Sparta Vizemeister hinter Baník Ostrava. 2006 gewann wieder Slovan Liberec die Meisterschaft. 2007 gewann Sparta das Double, 2008 gewann die Mannschaft zum dritten Mal in Folge den tschechischen Pokal.
Vereinsnamen
Der Klub wurde 1893 als Athletic Club Královské Vinohrady gegründet. 1894 wurde der Verein in Athletic Club Sparta umbenannt. Weitere Umbenennungen gab es 1948 in Athletic Club Sparta Bubeneč, 1949 in Sokol Bratrství Sparta, 1951 in Sparta ČKD Sokolovo, 1953 in TJ Spartak Praha Sokolovo, 1965 in TJ Sparta ČKD Praha, 1991 in TJ Sparta Praha, 1991 in AC Sparta Praha und 2003 in AC Sparta Praha fotbal a.s.
Erfolge
-
19x Tschechoslowakischer Meister: (1919, 1920, 1921, 1922, 1923 nicht offiziell), 1926, 1927, 1932, 1936, 1938, 1946, 1948, 1952, 1954, 1965, 1967, 1984, 1985, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991, 1993
-
13x Tschechischer Meister: (1912 nicht offiziell), 1939, 1944, 1994, 1995, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2003, 2005, 2007, 2010
-
19x Tschechischer Pokalsieger
-
8x Tschechoslowakischer Pokalsieger
-
Mitropa-Pokal: Sieger 1927, 1935 & 1964
-
UEFA-Pokal: Teilnahme 1981/82, 1983/84, 1986/87, 1995/96, 1998/99, 2002/03, 2007/2008
-
Europapokal der Pokalsieger: Teilnahme 1964/65, 1972/73, 1976/77, 1980/81, 1992/93, 1996/97
-
Europapokal der Landesmeister: Teilnahme 1965/66 (VF), 1967/68 (VF), 1984/85 (VF), 1985/86 (1. R.), 1987/88 (2. R.), 1988/89 (1. R.), 1989/90 (2. R.), 1990/91 (1. R.)
-
UEFA Champions-League: Teilnahme 1991/92 (2. Platz Halbfinal-Gruppe; 3.-4. Gesamtplatz), 1993/94 (1. Runde), 1994/95 (Vorrunde), 1997/98 (1. Gruppenphase, 3. Platz), 1998/99 (Vorrunde), 1999/00 (1. Platz 1. Gruppenphase, 3. Platz 2. Gruppenphase), 2000/01 (4. Platz 1. Gruppenphase), 2001/02 (2. Platz 1. Gruppenphase, 3. Platz 2. Gruppenphase), 2002/03 (Vorrunde), 2003/04 (2. Platz Gruppenphase), 2005/06 (Gruppenphase)
Bekannteste ehemalige Spieler
-
Petr Čech (heute FC Chelsea)
-
Jozef Chovanec (Mittelfeldregisseur der 1980er Jahre, heute Präsident des Vereins)
-
Milan Fukal (heute Kapfenberger SV)
-
Petr Gabriel (heute Viktoria Zizkov)
-
Zdeněk Grygera (heute Juventus Turin)
-
Michal Horňák (Vizeeuropameister 1996)
-
Patrik Ježek (heute FC Admira Wacker Mödling )
-
Tomáš Jun (heute Austria Wien)
-
Petr Kouba (Vizeeuropameister 1996)
-
Jan Koller (heute Krylja Sowetow Samara)
-
Vratislav Lokvenc (74-facher Nationalspieler, WM-Teilnehmer 2006)
-
Pavel Nedvěd (Vizeeuropameister 1996)
-
Jiří Němec (Vizeeuropameister 1996; 1993-2002 FC Schalke 04)
-
Tomáš Rosický (heute FC Arsenal)
-
Horst Siegl (heute Trainerassistent)
-
Jan Šimák (heute 1. FSV Mainz 05)
-
Jan Simunek (heute VfL Wolfsburg)
-
Libor Sionko (heute FC Kopenhagen)
-
Tomáš Skuhravý (WM-Teilnehmer 1990)
-
Tomáš Votava (13-facher Nationalspieler)